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Erfolgreiches Pfingst-Training mit Weißen Schäferhunden in Simbach am Inn

  • Autorenbild: Marijela Vujic
    Marijela Vujic
  • 28. Mai
  • 4 Min. Lesezeit

Pfingst-Power 2026 – Unterordnung auf Sportniveau


Manchmal sind es genau diese langen Wochenenden, die einem wieder zeigen, warum man Hundesport eigentlich so liebt.


Mara & ich & Anela
Mara & ich & Anela

Über Pfingsten ging es für uns – mit Hund, Gepäck und unserem „neuen“ alten Hundehänger – Richtung Bad Birnbach. Vier Tage voller Training, Austausch, gemeinsamer Zeit und ganz viel Motivation lagen vor uns. Und schon auf der Hinfahrt war die Vorfreude riesig.

Trainiert wurde mit rund zehn Weißen Schweizer Schäferhunden auf dem Schäferhundeplatz in Simbach am Inn – wirklich traumhaft gelegen, direkt am Wasser und an der österreichischen Grenze. Allein die Atmosphäre dort war schon besonders.


Nicola Bockelmann mit Ihrer Hündin
Nicola Bockelmann mit Ihrer Hündin

Unsere erfahrene Trainerin Nicola Bockelmann – Sportbeauftragte der BVWS Landesgruppe Hessen-Süd und Wesensrichterin im Gesamtverein – leitete das Training unter der Schirmherrschaft der Landesgruppe hervorragend organisiert, strukturiert und mit viel Fachwissen.


Was ich an solchen Wochenenden so schätze: Man verbringt mehrere Tage am Stück mit Menschen, die dieselbe Leidenschaft teilen. Und obwohl alle aus unterschiedlichen Bereichen kommen – Obedience, Rettungshundearbeit, Zucht oder IGP-Sport – versteht man sich sofort. Uns verbindet einfach die Liebe zu diesen wunderbaren Hunden.


Bereits am Freitagabend saßen wir beim gemeinsamen Abendessen zusammen und lernten uns kennen. Es wurde viel gelacht, gefachsimpelt und natürlich über Hunde gesprochen. Genau dieses herzliche, unkomplizierte Miteinander hat das Wochenende für mich so besonders gemacht.


Wir selber haben uns untergebracht im schönen Chalet am Brunnader in Bad Birnbach. Die kleine Kurstadt ist wirklich idyllisch – mit schönen Spazierwegen, viel Grün und einer entspannten Atmosphäre. Für die Rottal Therme fehlte uns allerdings leider die Zeit. Vielleicht nächstes Jahr 😊



Nach dem Frühstück und der Gassi - Runde ging es jeden Morgen direkt auf den Hundeplatz – und dann wurde gearbeitet.

Mit Mara war ich meistens direkt als Erste dran, etwas später dann mit Anela. Vormittags und nachmittags hatte jedes Team mehrere Trainingseinheiten, wodurch man sehr intensiv an einzelnen Themen arbeiten konnte.


Der Aufbau fürs „Voraus“ war ebenfalls ein spannendes Thema: Der Hund soll sich dabei auf gerader Linie vom Hundeführer entfernen und auf Distanz sofort ins „Platz“ gehen – ohne Tempoverlust. Im Training lag am Ende der Laufstrecke Anelas Ball als Belohnung, den sie anschließend apportieren durfte. Die eigentliche Herausforderung war dabei, dass sie trotz der hohen Erwartung sauber bei Fuß bleibt und nicht vorzeitig zum Ball startet. Das spätere „Platz“ wird Schritt für Schritt aufgebaut.

Besonders beeindruckt hat mich, wie individuell Nicola auf jedes Mensch-Hund-Team eingegangen ist. Mit unglaublich viel Fachwissen, Erfahrung und Feingefühl hat sie genau die Punkte erkannt, an denen man weiterarbeiten muss – und vor allem verständlich erklärt, wie man sie verbessern kann.


Für mich persönlich stand dieses Wochenende vor allem unter einem Thema: mehr Freude und Leichtigkeit im Training.


Ich merke selbst oft, dass ich zu viel „will“ und dadurch manchmal zu ernst oder zu angespannt trainiere. Genau das wollte ich bewusst durchbrechen. Mehr Motivation, mehr Spaß, mehr gemeinsames Arbeiten mit den Hunden – statt Druck. Und tatsächlich hat man die Veränderung sofort gemerkt. Sowohl Mara als auch Anela waren viel fokussierter bei mir und mit deutlich mehr Freude dabei.

Natürlich haben wir auch technisch gearbeitet: Sitz und Platz aus der Bewegung, erste Schritte fürs Apportieren und das Voraus für die IBGH2 sowie etwas Revierarbeit mit Anela. Gerade diese Mischung aus präzisem Arbeiten und trotzdem lockerer Stimmung hat unglaublich gutgetan.


Auch das Zuschauen bei den anderen Teams war extrem inspirierend. Man lernt so viel voneinander – und sieht gleichzeitig, dass selbst sehr erfahrene Hundeführer nie aufhören, an sich und ihren Hunden zu arbeiten.


Wir waren dieses Mal so intensiv ins Training vertieft, dass Fotos und Videos während der Arbeit tatsächlich zu kurz gekommen sind. Daher fällt dieser kleine Mitschnitt eher bescheiden aus – dafür konnten wir aber umso mehr wertvolle Trainingszeit mit unseren Hunden genießen 😊



Überhaupt haben mich die beiden an diesem Wochenende unglaublich stolz gemacht. Auch wenn die Temperaturen hoch waren und die Konzentration irgendwann nachließ, hatten beide jedes Mal wieder richtig Lust aufs Training. Sobald ich sie aus dem Hänger holen wollte, wurde gefiept, gesprungen und voller Vorfreude Richtung Platz gestürmt.



Am Samstag ging es nach dem Training noch gemeinsam nach Burghausen zum Social Walk. Mit zehn Weißen Schweizer Schäferhunden unterwegs zu sein, sorgt natürlich überall für Aufmerksamkeit 😊 Viele Menschen haben uns angesprochen, Komplimente für die Hunde gemacht oder Fragen zur Rasse gestellt.

Trotz der Hitze war es ein richtig schöner Nachmittag. Zum Glück gab es genug Wasser und Schattenplätze.


Weltlängste Burg in Burghausen


Am nächsten Tag gab es nach den Trainings die perfekte Abkühlung an der Inn. Mara und Anela waren komplett in ihrem Element – denn beide sind absolute Wasserratten und das war für die Zwei noch mal ein extra Highlight:



Am Montagvormittag stand dann leider schon der letzte Trainingstag an. Ehrlich gesagt hätte ich problemlos noch ein paar Tage länger bleiben können.

Besonders emotional war der Tag auch deshalb, weil meine Mara an diesem Wochenende ihren 9. Geburtstag hatte. Natürlich gab es extra viele Kuscheleinheiten – und ich war einfach nur stolz auf sie. Aber auch Anela hat wieder alles gegeben.


Während wir trainierten, hielt zuhause mein Bruder das Katzen-Chaos in Schach und war zusätzlich mit Bonnie auf der RWS-Ausstellung in Schaafheim unterwegs – mit tollem Erfolg: V1 und RWS Rhein-Main-Jugendsiegerin 2026. Ich habe mich riesig gefreut.


Bonnie blieb zu Hause und wurde beim  RWS in Schaafheim auf der Ausstellung "RWS Rhein Main Jugendsiegerin 2026" in der Jugendklasse Hündinnen (V1)
Bonnie blieb zu Hause und wurde beim RWS in Schaafheim auf der Ausstellung "RWS Rhein Main Jugendsiegerin 2026" in der Jugendklasse Hündinnen (V1)

Bevor es aber bei uns zurück nach Hause ging, ließen wir das Wochenende noch gemeinsam beim Griechen ausklingen. Danach durften sich die Hunde ein letztes Mal an der Inn abkühlen, bevor die rund 400 Kilometer Heimfahrt anstand.



Wir sind müde, glücklich und voller Motivation nach Hause gefahren.


Diese Tage waren für uns unglaublich wertvoll. Nicht nur wegen des Trainings und der Fortschritte, sondern auch wegen der Menschen, der Gespräche und der gemeinsamen Leidenschaft für diese besonderen Hunde.


Und eines ist sicher: Nächstes Jahr sind wir wieder dabei. Dann natürlich auch mit Bonnie 😊



 
 
 

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